Willkommen beim Energie-Forum Zorneding!

Agenda 21Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft Zornedinger Bürgerinnen und Bürger, die sich dafür einsetzen, die Gemeinde unabhängig von fossilen Energieträgern und Atomenergie zu machen.

Das Energie-Forum Zorneding befasst sich intensiv mit Themen zur Energieeinsparung und zur Nutzung alternativer Energieformen – vor allem beim Wohnen und bei den täglichen Haushaltsverrichtungen – und gibt die Ergebnisse an die Mitbürger weiter.
Auch das Ziel des Landkreises, bis zum Jahre 2030 unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, wird vom Arbeitskreis uneingeschränkt unterstützt.

Wir informieren uns ständig über Möglichkeiten, vermehrt regenerative Energieträger einzusetzen und arbeiten auf diesem Gebiet beratend und unterstützend mit der Gemeinde Zorneding zusammen.

Wer bei uns mitarbeiten will, ist herzlich willkommen- einfach eine Email schicken oder bei unserem nächsten Treffen vorbeikommen!

EFZ in neuem Look

Auch diesem Sommer gab es für das EFZ wieder zwei Veranstaltungen – jeweils zum 5. mal beteiligte sich der Agenda Arbeitskreis Energie-Forum Zorneding am Zornedinger Bürgerfest des Gewerbeforums und es fand die Schulveranstaltung „Energie macht Schule“ für die dritten Klassen der Grundschule Zorneding statt. Rechtzeitig für die beiden Veranstaltungen wurden die neuen T-Shirts in Orange mit entsprechendem Aufdruck – der neue Look des Energie-Forum Zorneding – geliefert.

Bilder zur 5. Schulveranstaltung – Energie macht Schule – die Anlaufpunkte für die Versuche, sind in ihren orangen T-Shirts deutlich zu erkennen. Leider ist der zweite Tag für zwei weiteren 3. Klassen wegen des Wetters ausgefallen. Drücken wir die Daumen, dass er im September, im neuen Schuljahr nachgeholt werden kann:

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Rundgänge mit Wärmebildkamera erst im Winterhalbjahr 2016/17

Wie aus der Ankündigung bereits zu entnehmen war, ist eine Thermografie des Hauses von außen nur bei kalten Nächten, wenn das Haus von innen aufgeheizt wird, sinnvoll und aussagekräftig. Nun ist der Frühling schneller eingetroffen als wir es vor gut 4 Wochen absehen konnten. So müssen wir die Rundgänge mit der Wärmebild-Kamera auf das Winterhalbjahr 2016/17 verschieben. Das Energie-Forum Zorneding plant rechtzeitig vorher eine Informations-Veranstaltung durchzuführen wo Fragen wie, -Was kann ich von der Thermografie meines Hauses erwarten? Wie bereite ich mein Haus für die Messung vor? Wie sieht das Messprotokoll aus und wie interpretiere ich die Messwerte? und viele mehr-, beantwortet werden. Hierzu werden die bereits angemeldeten Interessenten eingeladen. Auch für weitere Anmeldung ist noch Zeit.

 

Rundgänge mit der Wärmebild-Kamera

Die Gemeinde Zorneding stellt dem Energie-Forum Zorneding (EFZ) ihre Wärmebildkamera FLIR E60 bei Bedarf leihweise zur Verfügung. Mitglieder des EFZ haben den Umgang mit dieser Wärmebildkamera erlernt und bieten nun interessierten Hauseigentümern in Zorneding an, ihr Haus auf Wärmelecks zu untersuchen. Das mit der Wärmebildkamera erzeugte Bild, auch Thermografie genannt, zeigt wo Wärmeverluste an Ihrem Gebäude auftreten und wo durch Kenntnis von Schwachstellen oft schon mit einfachen Maßnahmen Abhilfe getroffen werden kann. Ein Betreten der Häuser ist dafür nicht notwendig.                                                         (siehe auch Energie sparen)

Die angebotene Thermografie ersetzt nicht eine umfassende Energieberatung, kann aber ein erster Anstoß sein, sich fachlichen Rat für eine Sanierungsmaßnahme einzuholen oder einfache Maßnahmen selbst in Angriff zu nehmen. Hauseigentümer, die Interesse haben, ihr Haus durch eine thermographische Kamera zu betrachten und danach auch ein kleines Protokoll mit den Wärmebildern per E-Mail als pdf-Datei zu erhalten, sollten sich mit Namen, Adresse, E-Mail-Adresse u. Telefonnummer sowie Alter des Hauses bei einer der Mail-Adressen anmelden:
Hans-Werner Franke, hans-werner.franke@t-online.de oder Wolfgang Poschenrieder, wolfgangposchenrieder@googlemail.com .

Die Rundgänge werden vom EFZ kostenfrei angeboten.

Der Zeitpunkt für die thermische Messung sollte in der kalten Jahreszeit und am besten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden erfolgen, wenn das Gebäude nicht von der Sonne aufgewärmt ist. Die Interessenten werden gesammelt, eine Runde von 3-4 Hausbesitzern zusammengestellt. Sie erhalten dann kurzfristig Terminvorschläge, die entsprechend der Witterung ausgewählt werden. Deshalb ist es auch sinnvoll gleich bei der Anmeldung einen Wunschtermin (Morgens, Abends, Wochentags oder am Wochenende) anzugeben.

So könnte ein Protokoll Ihres Hauses aussehen: (klicken Sie hier zur größeren Darstellung)

Beispiel-Bericht

EBERstrom – regenerativen Strom aus dem Landkreis Ebersberg für den Landkreis Ebersberg

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Der erste Schritt ist getan – im Januar 2016 startet die REGE eG zusammen mit einem Partner, der VPP Energy GmbH, das „Virtuelle Kraftwerk“ mit ersten Biogasanlagen und einer Steuerzentrale auf der Schafweide. Nach und nach sollen jetzt andere regenerative Anlagen und regelbare Verbraucher dazukommen – bis das Virtuelle Kraftwerk genug Leistung hat, um Stromkunden zuverlässig und mit einem eigenen Bilanzkreis nachweisbar versorgen zu können – mit Strom aus erneuerbaren Energien aus der Region, von zum Beispiel weiteren Biogasanlagen, kleinen Wasserkraftwerken oder Photovoltaikanlagen.

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Die ersten EBERstrom-Erzeuger unterzeichnen den Direktvermarktungsvertrag

 

Bei dem Virtuellen Kraftwerk sind alle Stromerzeugungsanlagen über ein Funknetz mit der Steuerungsanlage auf der Schafweide verbunden. Sie übermitteln ständig ihre Stromerzeugung an die Zentrale und die Leistung der Anlagen kann, wenn sie steuerbar sind, über diese Zentrale auf den Strombedarf eingestellt werden. Die Zentrale sendet und empfängt die Daten zur Leitwarte von VPP Energy in München. Dort findet der Abgleich zwischen Erzeugung und Bedarf statt. Alle Anlagen zusammen verhalten sich wie ein größeres, regelbares Kraftwerk – ein Virtuelles Kraftwerk. An dieses Virtuelle Kraftwerk liefern unsere Erzeuger ihren Strom und aus diesem Virtuellen Kraftwerk sollen später die Stromkunden versorgt werden.

Die ersten 3 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 950 kW sind seit dem 1.1.2016 angeschlossen. Biogasanlagen bringen zwei wichtige Voraussetzungen für eine kontinuierliche Stromversorgung mit: Sie laufen rund um die Uhr, unabhängig von Sonne oder Wind; und sie sind regelbar, d.h. die Stromerzeugung kann dem Bedarf folgen.

Im Lauf des Jahres 2016 werden weitere Biogasanlagen hinzukommen. Später sollen auch andere regenerative Stromerzeuger angeschlossen werden und wenn das Virtuelle Kraftwerk groß genug geworden ist, kann im Verlauf des Jahres 2016 Verbrauchern im Landkreis Strom angeboten werden. Damit schafft die REGE für den Landkreis Ebersberg mit EBERstrom eine unabhängige und zukunftssichere Stromversorgung und erhält die Wertschöpfung aus dem Stromhandel im Landkreis. Den Erzeugern wird die Direktvermarktung ihres Stroms ohne Vermarktungsrisiko und eine Zukunftsperspektive für die Zeit nach dem Auslaufen der EEG-Förderung geboten. Dem Stromkunden wird Strom aus Erneuerbaren Energien, ggf. gefördert nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und garantiert aus Anlagen in unserer Heimat geboten. Die REGE ist nicht irgendein Stromhändler – sie ist Partner ihrer Stromerzeuger und ihrer künftigen Stromkunden mit dem gemeinsamen Ziel, die Energiewende im Landkreis Ebersberg zu schaffen und unabhängig von Strom aus fossilen und atomaren Anlagen und von anonymen Konzernen zu werden.

Mehr dazu finden sie

Besichtigung der Biogasanlage von Fam. Böhm in Vaterstetten

Auf dem Hof von Familie Böhm in Vaterstetten steht eine Biogasanlage, die eine elektrische Leistung von 290kW in das öffentliche Netzt liefert.
Aus einer früheren, kleineren Anlage ist die heutige halbautomatisch betriebene Anlage entstanden. Vater Alfred Böhm und sein Sohn Johann Böhm führten am 06. 10. 2015 interessierte EFZ-ler durch die Anlage.
Etwa 1000 Arbeitsstunden im Jahr erfordert der laufende Betrieb. Diese Arbeitsleistung wird vorwiegend vom Sohn Johann Böhm erbracht, der durch seine Ausbildung als Landwirt auch als Betriebsleiter der Anlage qualifiziert ist.
Die Beschickung erfolgt aus eigener Hof-Gülle und Silage aus eigenem Anbau sowie aus Zukauf von naheliegenden Bauern.
In einem wärmeisolierten Betonbehälter mit 16m Durchmesser und 6m Höhe, Fermenter genannt, wird das Substrat aus Silage und Gülle eingebracht und stetig von einem Rührwerk in leichter Bewegung gehalten. Unterschiedliche Bakterienstämme zersetzen (fermentieren) das flüssige Substrat. Das erzeugte Gas, vorwiegend Methan, wird freigesetzt und im Dom des Fermenters aufgefangen.
Damit der Gärprozess optimal abläuft, wird die Substratbrühe auf einer Temperatur zwischen 41 und 43°C gehalten. Im angeschlossenen Blockheizkraftwerk steht der Generator zur Stromgewinnung. Mit der Abwärme des Blockheizkraftwerks wird der Fermenter beheizt.
Vergorenes Substrat wird in den noch größeren Nachgärbehälter von 22m Durchmesser durch Rohrleitungen transportiert und abgelagert. Der Gärrest ist als wertvoller Pflanzendünger verwertbar.
Zurzeit erfolgt der Anschluss der Biogasanlage an das neu erstellte Wärmenetz in Vaterstetten, das Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Somit kann überschüssige Wärme aus der Biogasanlage von anderen Verbrauchern genutzt werden.
Das erzeugte Methan ist etwa 25mal so Klimaschädlich wie CO2. Deshalb ist eine dichte Anlage, aus der kein Methan entweicht, sehr wichtig. Dies wird auch regelmäßig von Aufsichtsbehörden, wie dem Bundesumweltamt, überprüft.
Nach gut eineinhalb Stunden endete die Besichtigungstour und wir danken Vater und Sohn Böhm für unseren Wissenszuwachs.

(Siehe auch Beitrag unter Bioenergie)

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Bild 1: Johann Böhm erläutert die Biogasanlage. Teilnehmer von links nach rechts: Wolfgang Poschenrieder, Alfred Böhm, Johann Böhm, Gudrun Pautner, Ulrich Erdmannsdorffer, Bianka Poschenrieder, Hans-Werner Franke

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Bild 2: Gasblasen auf dem Substrat im Fermenter

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Bild 3: Gudrun Pauthner beobachtet den Gärprozess im Fermenter

Bild 5: Generator zur Stromgewinnung aus Biogas

Bild 5: Generator zur Stromgewinnung aus Biogas

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Bild 4: Showtafel zur Erläuterung des Wandlungsprozesses in der Biogasanlage

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Bild 6: Johann Böhm und Wolfgang Poschenrieder

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