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Rundgänge mit der Wärmebild-Kamera

Es ist geschafft….

50 Interessenten hatten sich aus den Ortsteilen Zorneding, Pöring und Wolfesing gemeldet, ihr Haus von außen mit der Wärmebild-Kamera auf Wärmeverluste vermessen zu lassen.

Im Winterhalbjahr 2016/17 konnten 40 Häuser begutachtet werden. Die 10 Verbliebenen wurden im Dez. 2017 bis Febr. 2018 nachgeholt. Am 18.05.2017 fand dann eine Veranstaltung mit den ersten Zwischenergebnissen der Rundgänge im Winterhalbjahr 2016/17 statt.

Im Durchschnitt brauchten wir für eine Hausvermessung 45 Min. Mit An- und Abmarsch musste man dann etwa eine Stunde rechnen. Jeder Interessent erhielt ein mehrseitiges Messprotokoll mit typischen Wärmebildern von seinem Haus und Hinweise auf sichtbare Wärmeverluste. Dazu den kompletten Wärmebildersatz von seinem Haus. Die Protokolle mit den haustypischen Wärmebildern wurden von mehreren geschulten EFZ-lern begutachtet und Aussagen zu kritischen Punkten getroffen und Empfehlungen ausgesprochen. So kamen nochmals 2-3 Stunden Bearbeitungszeit pro Haus hinzu.

Als typische sichtbare Wärmeverluste, die an vielen Häusern zu beobachten waren, sind die unzureichend wärmeisolierten Fußböden, die Wärme nach außen in das Erdreich leiten (s. Bild 1) und Geschossdecken die sich sichtbar wärmer an der Fassade abbilden (s. Bild 2) oder Fenstereinbauten die wärmetechnisch unzureichend isoliert sind (s. Bild 3) oder Betonwände der Daxenberghäuser, die die Raumwärme nach außen in die Trennwand zum Nachbarn leiten (s. Bild 4).

Die Wirksamkeit einer außen vorgesetzten Wärmedämmung, sei sie aus einer Holzverschalung, als Polystyrol-Hartschaum oder anderen Materialien ausgeführt, kann deutlich an benachbarten Haushälften gleicher Bausubstanz mit und ohne Wärmedämmung gezeigt werden (s. Bild 5).

Nun hofft das Energie-Forum-Zorneding (EFZ), dass der eine oder andere Hausbesitzer eine Anregung erhalten hat, sein Haus energetisch zu verbessern oder wo er gezielt Wärmeverluste vermeiden kann.

Über Rückmeldungen an das EFZ , wer aufgrund der Wärmebild-Vermessung weitere Schritte zur Wärmedämmung an seinem Haus vornimmt, würden wir uns freuen! Sei es die Reduzierung der Heizleistung im Windfangbereich, bessere Isolierverglasung im Haustürbereich oder bei der Sanierung der Terrasse die Wandisolierung tiefer in den Erdbereich zu legen. Viele dieser Maßnahmen helfen die Heizkosten zu verringern und damit auch einen Beitrag zu Erhaltung unserer Umwelt beizutragen. Auch wenn das Pariser Klimaziel, die durchschnittliche Temperaturerhöhung um maximal 2°C bis 2050 zu erhöhen, kaum mehr zu erreichen scheint, so sollten wir alle Anstrengungen unternehmen, dass unser Planet für unsere nachfolgende Generation noch lebenswert ist.

Prüfen Sie ob es eventuell für Ihre geplante Sanierungsmaßnahme Fördermittel gibt unter:  https://www.energieatlas.bayern.de/buerger/10000_haeuser_programm/energiesystemhaus.html

Die Wärmebild-Kamera wurde dem EFZ kostenfrei von der Gemeindeverwaltung Zorneding zur Verfügung gestellt. Dafür bedankt sich das EFZ vielmals.

 


 Bild 1: Wärmeisolierte Hauswand (Sp2), die nicht ausreichend in den Bodenbereich hinein reicht. Deshalb ist die Wärmeleitung aus der Geschossdecke (Sp1) ins Erdreich zu sehen (Sp3).

 

 

 

 

 

Bild 2: Die Hauswand zeigt die Mauerstruktur. Die nicht ausreichend wärmeisolierte Zimmerdecke (Sp1) bildet sich deutlich ab. Eine Wärmedämmung der Fassade ist hier angebracht.

 

 

 

Bild 3: Das Fenster ist warm umrahmt. Dies deutet auf eine schlechte Wärmeisolierung des eingesetzten Fensterrahmens hin. Dies kann auch eine nicht ausreichende Dampfsperre sein. Die Raumfeuchtigkeit durchtränkt die Wärmeisolierung und leitet die Wärme nach außen.

 

 

 

 

Bild 4: Die Terrassen-Beton-Trennwand zum Nachbarn leitet die Raumtemperatur nach außen.

 

 

 

 

 

Bild 5: Ein Doppelhaus, links mit vorgesetzter Wärmeisolation, die weit nach unten ins Erdreich gezogen ist. Rechts ohne Wärmeisolation. Unten wird deutlich der Wärmeaustritt aus der EG-Decke sichtbar.

 

 

 

 

 

 

Über den Autor

Hans-Werner Franke

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