Energie-Forum Zorneding

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Name: Energie-Forum Zorneding
Angemeldet seit: 14. Mai 2012

Aktuelle Beiträge

  1. Informationsveranstaltungen zum geplanten Windpark im Ebersberger Forst — 25. Oktober 2011
  2. Besichtigung der 3. Geothermiebohrung in Pullach — 16. April 2011
  3. Willkommen beim Energie-Forum Zorneding! — 1. Januar 2011
  4. Bürgerversammlung in Zorneding — 18. November 2010
  5. Treffen Energiewende Vaterstetten – Energie- Forum Zorneding — 11. November 2010

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  1. Informationsveranstaltungen zum geplanten Windpark im Ebersberger Forst — 1 Kommentar

Liste der Autorenbeiträge

Informationsveranstaltungen zum geplanten Windpark im Ebersberger Forst

Um noch einmal über den geplanten Windpark im Ebersberger Forst zu informieren, bot der Kreis am 22.10.2011 eine Fahrt zu einem ähnlich dimensionierten Windpark im Landkreis Velburg in der Oberpfalz an.

Aus Zorneding waren 35 interessierte Personen (teils vom Gemeinderat und vom Energie-Forum Zorneding) dabei. Im Bus sind also noch einige Plätze frei geblieben.

IMG_6786Bei fast optimalen Bedingungen konnten die Windräder begutachtet werden. Die Sonne schien, also war der Schattenwurf gut zu beobachten. Unten war es im Wald fast windstill, oben blies aber ein Wind von 9-10 m/sec (was Herr Ulrich Lenz Inhaber der Betreiberfirma Ostwind für uns vorher ermittelt hat, d.h. eine 80%-ige Auslastung).

Direkt neben den Windrädern hörte man also ein permanentes „wusch, wusch, wusch“. Entfernte man sich aber von dem direkten Vorplatz, nahm dieses Geräusch jede hundert Meter merklich ab, bis man in etwa 800m Entfernung (sicherlich auch wegen der permanenten Nebengeräusche) nichts mehr von den Windrädern hörte, obwohl sogar die Windrichtung stimmte, er blies genau von den Windrädern auf uns zu. (Ein paar Leute, die aber mit einer anderen Gruppe unterwegs waren, berichteten, dass die Windräder durchaus in der Entfernung zu hören waren, sei es, weil später die Nebengeräusche abebbten oder das Empfinden in der Hinsicht doch subjektiv ist.)

Die meisten konnten kaum glauben, dass die Nabenhöhe der Windräder wirklich 138 Meter betrug, was uns aber vom Erbauer versichert wurde. IMG_6792Der Velburger Bürgermeister berichtete, dass er wohl vorher mit einigem Widerstand in den umliegenden Gemeinden zu kämpfen hatte. Aber seitdem die fünf Windräder, die in einem Abstand von mindestens 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung errichtet wurden, seit August dieses Jahres laufen, gingen bei ihm keine Beschwerden mehr ein. Nur ein älteres, etwas kleineres Windkraftrad, das schon früher in geringem Abstand an die Wohnbebauung aufgestellt wurde, zieht leider immer wieder den Unmut einiger Anwohner auf sich.

Weiterhin konnten sich die Bürger am 24.10.2011 bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung des Kreises im Atrium des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten informieren. Dazu wurden vorher offenen Fragen, die Bürger an die Gemeinden, die Arbeitskreise und das Landratsamt herantrugen gesammelt. Fragen, die an den Landkreis oder Green City Energy  gingen, wurden in zwei Listen beantwortet. Die anderen Fragen haben unabhängige Fachleute an dem Abend beantwortet.

Die Präsentationsunterlagen der einzelnen Referate sind auf der Internetseite des Landratsamt Ebersberg (unter Aktuelles – 25.10.2011: Windkraft im Ebersberger Forst – Informationen zur Veranstaltung vom 24.10.2011 zu finden.

Landratsamt Ebersberg: www.lra-ebe.de

Fragen an den Landreis: Antworten Landratsamt (.pdf, 28KB)
Fragen an Green City Energy: Antworten GreenCityEnergy (.pdf, 66KB)

Besichtigung der 3. Geothermiebohrung in Pullach

Mitglieder des EFZ, der Gemeindeverwaltung und Gemeinderäte aus Zorneding haben am 17.03.11 die Bohrstelle an der B11 in Pullach besucht. Wir wurden freundlich von Frau Schulz und Herrn Dax von der Fa. Erdwerk in einem Büro eines Containers empfangen.

In Pullach ist das bereits die 3. Bohrung, nachdem sich gezeigt hatte, dass die ursprünglich als Reinjektionsbohrung geplante 2. Bohrung besser als Förderbohrung genutzt werden kann.

mehr002-1 Herr Dax erklärte uns stolz anhand von Plänen, dass die Bohrung nach nur 56 Tagen Bohrzeit, 11 Tage weniger als geplant, ihr Ziel erreicht hat. Die vertikale Teufe (Tiefe) ist 3506 m, die gebohrte Strecke abgelenkt vom Ansatzpunkt 3984 m. Diese Bohrung soll zur Rückführung des abgekühlten Thermalwassers dienen.

Die Bohrung wurde in mehreren Stufen vom Standrohr, ca. 80 cm Durchmesser (Ackersohle), bis zur Lagerstätte, Teufe 3000 m, 8 ½ Zoll = 21,6 cm Durchmesser, abgeteuft. Anschließend wurden die Futterrohre (Schutzrohre) eingebaut und bis zu Tage zementiert. (Spalt zwischen Gebirge und Schutzrohr). Diese Abdichtung ist notwendig, damit keine Verbindung zwischen den Erdschichten entstehen und keine Flüssigkeiten oder Gase aus dem Ringraum ins Freie austreten können. Anschließend wurde die Bohrung durch die wasserführende Gesteinsschicht (Malm) bis zum Zielpunkt abgeteuft.

mehr002-2 Um die Durchlässigkeit der Lagerstätte zu verbessern, wird eine Säuerung mit Salzsäure in 4 Stufen auf 400 m Länge durchgeführt. Danach wird das Bohrloch sauber ausgespült. Anschließend soll ein gelochter Liner (gelöchertes Rohr), ca. 400 m lang, in den wasserführenden Malm am Futterrohrende abgehängt werden.

Der erste Pumpversuch und vor allem ein Injektionstest sollen folgen, um festzustellen ob die Bohrung die gewünschte Leistung bringt.

Nach dem Vortrag haben wir eine Bohrplatzbesichtigung durchgeführt.

Der Bohrturm ist ein moderner klappbarer Gittermast, ca. 50 m hoch. Das Hebewerk hat eine Zugkraft von 500 To. um das Bohrgestänge oder die Futterrohre einschließlich Reibung zu bewegen.
Der Lärmpegel bei den Anwohnern darf 45 Dezibel nicht übersteigen. Um diesen Wert einzuhalten, wurde die Maschinenanlage mit Schallschutzwänden versehen und der Bohrplatz mit Erdwällen umgeben bzw. 40-Zoll Container gestapelt.

 

mehr002-3Die Arbeitsbühne konnten wir aus Gründen der Sicherheit nicht betreten, weil zu der Zeit der Bohrstrang eingebaut wurde.

Die Bohrgarnitur besteht aus: Bohrmeißel, Schwerstangen die den Meißel belasten und das Gestänge gestreckt halten, Stabilisator und Bohrgestänge. Eine Bohrstange ist ca.10 m lang,
3 Stangen ergeben 1 Gestängezug, der im Turm abgestellt werden kann.
Bohrmeißel nach Größe und Einsatz waren zu besichtigen. Vom Rollenmeißel für weiches Gebirge bis zum 80.000.- € Diamantmeißel für hartes Gebirge.

mehr002-4Ein Höhepunkt war ein neues Richtbohrgerät der Firma Baker aus Celle, das den Bohrmeißel
automatisch auf Kurs hält oder Ablenkung steuert und so ein enorm präzises Bohren und damit
auch viel Zeitersparnis ermöglicht. Das Gerät enthält eine Hülse über den Bohrmeißel, diese Hülse legt sich an die Bohrwand, fährt zwei Arme aus und steuert den Bohrmeißel in die gewünschte Richtung.

Die Besichtigung war aufschlussreich und ein voller Erfolg.

Zorneding, den 16.04.2011 HR

Willkommen beim Energie-Forum Zorneding!

Agenda 21Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft Zornedinger Bürgerinnen und Bürger, die sich dafür einsetzen, die Gemeinde unabhängig von fossilen Energieträgern und Atomenergie zu machen.

Das Energie-Forum Zorneding befasst sich intensiv mit Themen zur Energieeinsparung und zur Nutzung alternativer Energieformen – vor allem beim Wohnen und bei den täglichen Haushaltsverrichtungen – und gibt die Ergebnisse an die Mitbürger weiter.
Auch das Ziel des Landkreises, bis zum Jahre 2030 unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, wird vom Arbeitskreis uneingeschränkt unterstützt.

Wir informieren uns ständig über Möglichkeiten, vermehrt regenerative Energieträger einzusetzen und arbeiten auf diesem Gebiet beratend und unterstützend mit der Gemeinde Zorneding zusammen.

Wer bei uns mitarbeiten will, ist herzlich willkommen- einfach eine Email schicken oder bei unserem nächsten Treffen vorbeikommen!

Bürgerversammlung in Zorneding

In dieser Bürgerversammlung ging es unter anderem auch um das mit Vaterstetten und Grasbrunn gemeinsam geplante Geothermie-Projekt. Hier gibt es einen Auszug über dieses Thema aus dem Protokoll

Treffen Energiewende Vaterstetten – Energie- Forum Zorneding

Dabei ging es um Projekte, die gemeinsam angegangen werden könnten, namentlich um Geothermie. Vertreter der Gemeinden Vaterstetten und Zorneding nahmen Teil. Ein interkommunales Energieforum wurde angedacht.
Ein Bericht über das Treffen (.pdf, 44 KB) wurde in der Rundschau Nr. 69 veröffentlicht.