Solarenergie

Die Sonne ist bei Weitem unsere wichtigste Energiequelle: Nahrung, Biomasse und Biogas, Wasserkraft, Windenergie, auch Erdöl und Erdgas sind umgewandelte und gespeicherte Sonnenenergie.

„Solarenergie“ bezeichnet die direkte technische Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme oder Strom.

  1. Thermische Nutzung der Solarenergie

    Bei der Solarthermie wird mittels entsprechender Sonnenkollektoren (Flach- oder Röhrenkollektoren) die Sonnenenergie (Wärme) zur Erwärmung des Brauchwassers und/ oder Heizungsunterstützung genutzt. Dabei wird die gesammelte Energie über einen Wärmetauscher in das Heizsystem übertragen. Ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher speichert die Wärme für die Nacht oder auch für mehrere Tage ohne ausreichend Sonneneinstrahlung.

    Idealerweise werden Sonnenkollektoren beim Neubau oder bei der Erneuerung der Heizanlage eingesetzt. Aber auch die nachträgliche Ergänzung einer bestehenden Heizanlage ist in den meisten Fällen möglich. Mit der Solarthermie ist eine wesentliche Heizkostenersparnis verbunden, zumal die Heizung zur Raumerwärmung in den Sommermonaten meist völlig stillgelegt werden kann.

  2. Photovoltaische Nutzung der Solarenergie (PV)

    Bei einer Photovoltaik-Anlage wird Tages-/ Sonnenlicht mittels entsprechender Solarzellen in elektrische Leistung (Strom) umgewandelt. Die erzeugte Leistung (Gleichstrom) wird mittels eines Wechselrichters in Wechselstrom gewandelt und dient entweder dem Eigenverbrauch oder kann gegen eine entsprechende Einspeisevergütung in das allgemeine Netz des örtlichen Netzbetreibers eingespeist werden.

    Die Einspeisevergütung ist im „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) geregelt und wurde in den letzten 2 Jahren deutlich reduziert. Gleichzeitig sind die Stromkosten für private Haushalte erheblich gestiegen, so dass die Selbstnutzung des erzeugten Stroms deutlich günstiger als der regulären Strompreis ist. Die Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeisevergütung ist in den meisten Fällen weiterhin attraktiv, und reduziert gleichzeitig den Bedarf an konventioneller Energie sowie an zusätzlicher Leitungskapazität.

    Ideale Voraussetzungen für eine PV-Anlage sind eine südliche Dachausrichtung und eine Dachneigung zwischen 25 und 35 Grad, wobei eine Verschattung zu vermeiden ist. Eine PV-Anlage mit einer Nennleistung von 1 kWp (Dachfläche etwa 9 m²) bringt einen Stromertrag von jährlich etwa 950 kWh (langjähriges Mittel).

 Beratung

Ausführliche Beratungsinformationen gibt es z.B. bei der Deutschen Energieagentur.