Windenergie

Windenergie im Landkreis

Angefangen mit der Windenergie-Nutzung im Landkreis hat alles mit einem kleinen Windrad in Frauenneuharting und dem Plan von der Green City Energy AG (2005 als Tochter der Münchner Umweltschutzorganisation Green City e.V. gegründet), sechs Windräder in den Ebersberger Forst zu stellen. Es folgten viele Informationsveranstaltungen, Diskussionen und alle Gemeinden im Landkreis Ebersberg lassen gemeinsam einen Konzentrationsflächennutzungsplan für Windkraftanlagen erstellen.

Seitdem wurden auch einige Energiegenossenschaften im Landkreis gegründet. Für Zornedinger Bürger zu nennen:

Die Genossenschaften könnten, nachdem der Konzentrationsflächennutzungsplan für Windenergie nach den bis vor kurzen geltenden Richtlinien fertiggestellt war und die Auswertung der Windmessung im Ebersberger Forst demnächst abgeschlossen sein wird, bei positivem Ergebnis in die Windenergie investieren. Aber durch das neue bayerische Gesetz zur 10-H-Abstandsregelung besteht im Moment eine große Unsicherheit, was die Realisierung von Windrädern in Bayern betrifft. Bevor Horst Seehofer dieses Gesetz auf die Tagesordnung setzte, wurde im Landkreis Ebersberg schon viel Geld für den Konzentrationsflächenplan und den Windmessmasten im Ebersberger Forst investiert.

Windpark im Ebersberger Forst

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Neben der Information und Informationsveranstaltungen, um noch einmal über den geplanten Windpark im Ebersberger Forst zu informieren, bot der Kreis am 22.10.2011 eine Fahrt zu einem ähnlich dimensionierten Windpark im Landkreis Velburg in der Oberpfalz (siehe Bild) an. Siehe dazu:

Der Gemeinderat von Zorneding, als eine der drei Anliegergemeinden, stimmte dem Plan zu, 6 Windkraftanlagen in mindestens 1 Kilometer zur Wohnbebauung zu erstellen. Vaterstetten und Anzing stimmten aber nur dem von den drei Bürgermeister abgesprochenen Plan zu, 5 Windräder in einem Abstand von 1,5 Kilometer zur Wohnbebauung zu errichten.

 

Windmeßmast Ebersberger Forst

Windmeßmast Ebersberger Forst

Von Green City Energie wurde daraufhin (nach einigen Unstimmigkeiten ob ein 100 oder 140 Meter hoher Messmast errichtet werden soll) im April 2013 ein 140 Meter hoher Messmast errichtet. Die Messung wurden im Juli 2014 abgeschlossen. Die Daten werden Momentan durch verschiedene Gutachter ausgewertet (Stand Oktober 2014). Im November 2014 kam noch eine negative Stellungnahme der Flugsicherung hinzu, da die Windräder im 15-Kilometerradius von einer Radaranlage liegt.

siehe dazu auch aktuelle Presse:

www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/windpark-projekt-verwehte-hoffnung-1.2227685

www.merkur-online.de/lokales/ebersberg/landkreis/windpark-ebersberger-forst-angst-ko-schlag-4459315.html

 

Konzentrationsflächennutzungsplan aller Ebersberger Gemeinden

Alle Gemeinden im Landkreis beschlossen 2012 einen gemeinsamen sachlichen Teilflächennutzungsplan zur Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen gemäß BauGB aufzustellen. Für die Ausarbeitung wurde das Büro brugger_landschaftsarchitekten engagiert. Ihr Vorentwurf in der Fassung vom März 2013 wurde im Landkreis von den Gemeinde-/Stadträten gebilligt.

Auf diesen Plan hatten sich die Gemeinden des Landkreises geeinigt, um eine Verspargelung des Landkreises zu vermeiden. Durch die geänderte Rechtslage – die neue 10-H-Abstandsregelung, die durch eine Gesetzgebung im Bundestag ermöglicht und vom Bayerischen Landtag beschlossen wurde – liegt es nun in der Hand der Gemeinden, durch eigene Bauleitplanung Windräder auf ihrem Gebiet zu genehmigen.

Den Konzentrationsflächennutzungsplan (vorläufiger Stand März 2013), die dazugehörigen Unterlagen und die einzelnen Themenkarten können auf der Internetseite der Energiewende Ebersberg unter energiewende-ebersberg.de/Gemeinsamer_sachlicher_Teilflaechennutzungsplan.html eingesehen werden.

(letzte Änderung 11.12.2014)